Stärkung der Wirtschaftsleitung durch bewilligungsfreien Einbau von Klima-Split-Anlagen ohne Kühlleistungsbegrenzung
Die gesetzlichen Grundlagen sind so anzupassen, dass a. die Installation von Split-Klimaanlagen künftig schweizweit bewilligungsfrei möglich ist; und b. die zulässige Kühlleistung des Klimageräts von heute 12 Watt pro Quadratmeter gekühlter Raumfläche aufgehoben wird. Der Bundes...
Amtlicher Inhalt
- Geschaeft
- 26.429
- Typ
- Parlamentarische Initiative
- Status
- Eingereicht
Vorstosstext
Die gesetzlichen Grundlagen sind so anzupassen, dass
a. die Installation von Split-Klimaanlagen künftig schweizweit bewilligungsfrei möglich ist; und
b. die zulässige Kühlleistung des Klimageräts von heute 12 Watt pro Quadratmeter gekühlter Raumfläche aufgehoben wird.
Der Bundesrat erhält die Kompetenz, Ausnahmen von dieser Liberalisierung auf Verordnungsebene festzulegen.
Begruendung
Die Schweizer Medien titelten im letzten Sommer folgendes: «Experten geben Entwarnung. Viele schwitzen freiwillig in der Wohnung, weil Kühlen als Klimasünde gilt. Fachleute sagen jetzt aber, neue Geräte seien unproblematisch.» Sonntagszeitung vom 6. Juli 2025. «Moderne Klimageräte sind unbedenklich – aber vielerorts verhindern strenge Regeln den Einbau. Die Kantone wollen nicht, dass Eigentümer fixe Klimaanlagen installieren, statt Gebäude zu isolieren.» Sonntagszeitung vom 13. Juli 2025. «Oberste Lehrerin fordert Klimaanlagen. Die Hitze erschwert Kindern die Konzentration und schlägt älteren Menschen auf die Gesundheit.» NZZ vom 15. August 2025. «Hitze-Alarm im Hotelzimmer. Trotz länger werdender Hitzeperioden sind Klimaanlagen in Schweizer Hotels eine Seltenheit. Doch immer mehr Gäste verlangen danach.» CH Media vom 16. August 2025.
Die Schweizer Wirtschaftsleistung leidet unter nicht gekühlten Räumen: Arbeitnehmer erscheinen aufgrund der Hitze in Schlafzimmern schlecht ausgeschlafen am Arbeitsplatz, die drückende Hitze in den Büro-Räumlichkeiten senkt die Konzentration, Hotelgäste sind unzufrieden mit der Schweizer Hotellerie-Infrastruktur und die Hitze in Industriebetrieben erhöht die Wahrscheinlichkeit von Unfällen.
Gleichzeitig gelten moderne Klimaanlagen nicht mehr per se als umweltschädigend. Es gibt unproblematische Kältemittel. Zudem ist im Sommer dank Photovoltaikanlagen genügend Strom vorhanden. Dennoch ist der fixe Einbau in der Schweiz bei bestehenden Gebäuden kaum möglich. Nicht zuletzt deshalb schaffen sich viele für ihre Wohn- und Büroräume mobile Klimageräte an, die als ineffizient gelten, weil es für diese keine Bewilligung braucht.
Dieser Missstand soll behoben werden, indem in einer gesetzlichen Grundlage geregelt wird, dass die Installation von Split-Klimaanlagen künftig schweizweit bewilligungsfrei möglich ist und die zulässige Kühlleistung des Klimageräts von heute 12 Watt pro Quadratmeter gekühlter Raumfläche aufgehoben wird. Der Bundesrat soll die Kompetenz erhalten, Ausnahmen von dieser Liberalisierung auf Verordnungsebene festzulegen.
Quelle: Parlament.ch Curia Vista, automatisch importiert.
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