Transparente und verständliche Arzt- und Spitalrechnungen
Der Bundesrat wird beauftragt, einheitliche Standards für Rechnungen im Gesundheitswesen zu entwickeln, die von allen Leistungserbringern, wie Spitälern, Ärzt:innen und ambulanten Zentren angewendet werden. Diese Standards sollen in Absprache mit betroffenen Akteuren (wie Kanton...
Amtlicher Inhalt
- Geschaeft
- 26.3548
- Typ
- Motion
- Status
- Eingereicht
Vorstosstext
Der Bundesrat wird beauftragt, einheitliche Standards für Rechnungen im Gesundheitswesen zu entwickeln, die von allen Leistungserbringern, wie Spitälern, Ärzt:innen und ambulanten Zentren angewendet werden. Diese Standards sollen in Absprache mit betroffenen Akteuren (wie Kantone, Leistungserbringer, Patienten- und Konsumentenvertretungen) und der Wissenschaft erarbeitet werden. Dabei sollen klare und standardisierte Vorgaben zu Sprache, Struktur und Layout eingeführt werden, damit Patient:innen Rechnungen künftig leichter nachvollziehen und überprüfen können, ohne dass bei der Erfassung der Rechnungen zusätzlicher bürokratischer Mehraufwand entsteht.
Begruendung
Patient:innen stehen beim Erhalt von Rechnungen häufig vor der Herausforderung, Leistungen und Kosten zu verstehen und zu überprüfen. Rechnungen sind komplex, insbesondere wenn mehrere Akteure wie Spitäler, Ärzt:innen oder Labore beteiligt sind. Klare und standardisierte Rechnungen stärken Vertrauen, erhöhen Transparenz und Qualität und helfen Patient:innen, ihre Behandlungen nachzuvollziehen. Krankenkassen sollen stärker in die Kontrolle einbezogen werden, um die Korrektheit der Rechnungen sicherzustellen, nicht nur bei Verdacht auf Missbrauch. Das System als Ganzes profitiert, da die ganze Wertschöpfungskette im Gesundheitswesen Nutzen davon hat.
Bereits 2010 zeigte ein ZHAW-Report, dass Rechnungen ohne zusätzliche Erklärungen für Patient:innen unverständlich sind und Verbesserungen in Struktur und Sprache nötig wären. Mit der Ablösung von Tarmed durch Tardoc ergibt sich nun die Chance, Rechnungen verständlich und vergleichbar zu gestalten. Klar formulierte, logisch aufgebaute Rechnungen erhöhen Transparenz, Nachvollziehbarkeit und stärken das Vertrauen der Patient:innen.
Vorschläge zur Umsetzung:
- Kurze Zusammenfassung (1–2 Sätze) in verständlicher Sprache, was gemacht wurde
- Vermeidung von Abkürzungen und Fachbegriffen; unvermeidbare Begriffe erläutern
- Gruppierung der Leistungen nach Kategorie (z. B. Konsultation, Labor, Medikamente, Operation)
- Chronologische Reihenfolge nach Behandlungserlebnis der Patient:innen
- Klare Unterscheidung zwischen zeitbasierten und nicht zeitbasierten Tarifpositionen
- Differenzierung KVG/privat
- Kontakthinweise: Adresse/-n für Nachfragen oder Meldungen einfach auffindbar, inkl. Frist für Reklamationen
Quelle: Parlament.ch Curia Vista, automatisch importiert.
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