Impact-Linked Finance als IZA-Instrument in den Bereichen Frauenförderung und sexuelle und reproduktive Gesundheit
Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten: In welchen Bereichen der IZA sieht der Bundesrat realistisches Potenzial für den Einsatz von Impact-Linked Finance (ILF), um mit begrenzten öffentlichen Mitteln zusätzliche Wirkung und private Mittel zu mobilisieren? Wi...
Amtlicher Inhalt
- Geschaeft
- 26.3674
- Typ
- Interpellation
- Status
- Eingereicht
Vorstosstext
Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
- In welchen Bereichen der IZA sieht der Bundesrat realistisches Potenzial für den Einsatz von Impact-Linked Finance (ILF), um mit begrenzten öffentlichen Mitteln zusätzliche Wirkung und private Mittel zu mobilisieren?
- Wie beurteilt der Bundesrat ILF als Instrument, damit die Schweiz trotz Kürzungen in der internationalen Zusammenarbeit in wichtigen Bereichen wirksam und sichtbar bleibt?
- Welches Potential sieht der Bundesrat für ILF in den Bereichen Frauenförderung und sexuelle und reproduktive Gesundheit? Welche Chancen und Grenzen sieht der Bundesrat bei ILF in diesem Bereich?
- Wie kann verhindert werden, dass wirkungsabhängige Finanzierung zu Fehlanreizen führt, etwa zur Vernachlässigung besonders verletzlicher Gruppen oder schwer messbarer Präventionsarbeit?
- Prüfen DEZA und SECO Pilotprojekte in den Bereichen Frauenförderung und sexuelle und reproduktive Gesundheit?
- Gibt es weitere innovative Finanzierungsmechanismen, die die Schweiz anwendet oder unterstützt?
Begruendung
Die internationale Zusammenarbeit steht weltweit unter zunehmendem finanziellem Druck. Auch die Schweiz muss ihre Mittel stärker priorisieren. Umso wichtiger ist es, öffentliche Gelder dort einzusetzen, wo sie messbare Wirkung erzielen, zusätzliche Mittel mobilisieren und Schweizer Prioritäten sichtbar halten.
Frauenförderung sowie sexuelle und reproduktive Gesundheit sind zentrale Voraussetzungen für Selbstbestimmung, Bildung, wirtschaftliche Teilhabe, Armutsreduktion und stabile Gesellschaften. Gleichzeitig geraten diese Themen international vermehrt unter Druck.
Impact-Linked Finance kann ein ergänzendes Instrument sein, um knappe öffentliche Mittel wirkungsorientiert einzusetzen. Der Ansatz ist ordnungspolitisch interessant: Unterstützt wird nicht einfach eine Aktivität, sondern nachweisbare zusätzliche Wirkung; gleichzeitig können private Mittel mobilisiert und innovative Lösungen gefördert werden.
Gerade bei sensiblen Themen wie sexueller und reproduktiver Gesundheit, Schutz vor Gewalt oder Arbeit mit besonders verletzlichen Gruppen braucht es jedoch klare Kriterien. Der Bundesrat soll deshalb aufzeigen, wo ILF sinnvoll eingesetzt werden kann, wo Grenzen bestehen und welche anderen Instrumente zur Verfügung stehen, damit die Schweiz in diesen Themenfeldern auch bei knapperen Mitteln handlungsfähig bleibt.
Quelle: Parlament.ch Curia Vista, automatisch importiert.
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