PFAS in Nahrungsmittel: Wie sollen Konsumentinnen und Konsumenten Kaufentscheidungen treffen, ohne die dazu notwendigen Informationen?
Auf die Frage 26.7296 sagt der Bundesrat, dass in der Schweiz «kein generelles, flächendeckendes Problem» bezüglich Lebensmittelsicherheit und PFAS vorliege. Es gebe lokale Hotspots, welche nun ermittelt werden müssten. Auch der Bericht zum Postulat 22.4585 Moser empfiehlt, ents...
Amtlicher Inhalt
- Geschaeft
- 26.3873
- Typ
- Interpellation
- Status
- Eingereicht
Vorstosstext
Auf die Frage 26.7296 sagt der Bundesrat, dass in der Schweiz «kein generelles, flächendeckendes Problem» bezüglich Lebensmittelsicherheit und PFAS vorliege. Es gebe lokale Hotspots, welche nun ermittelt werden müssten. Auch der Bericht zum Postulat 22.4585 Moser empfiehlt, entsprechende Monitorings auszubauen.
Laut SCNAT nimmt der Mensch 80% der PFAS über feste Nahrung auf. In der Schweiz liegt die PFAS-Konzentration im Blut bei 41% der untersuchten gebärfähigen Frauen laut BAG über dem Wert für mögliche gesundheitliche Folgen bei Säuglingen.
Auf meine Ip 26.3424 empfiehlt der Bundesrat besorgten Eltern «eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit einer breiten Auswahl an unterschiedlichen Lebensmitteln». Das ist eine generelle Ernährungsempfehlung, sagt aber nichts dazu, wie Eltern sich selbst und ihre Kinder «PFAS-arm» oder gar «PFAS-frei» ernähren können.
Auf meine Frage 26.7487 sagt der Bundesrat, dass eine laufende Studie zur PFAS-Belastung von Lebensmitteln nicht auf einen Vergleich verschiedener Label-Produkte oder Anbaumethoden abzielt. Dies, obwohl ähnliche Studien aus dem Ausland diesbezüglich klare Unterschiede aufgezeigt haben.
Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:
- Wenn Menschen 80% der PFAS über feste Nahrung aufnehmen, die Höchstwerte in Nahrungsmitteln aber weitgehend eingehalten sind: Warum haben 41% der gebärfähigen Frauen in der Schweiz zu hohe PFAS-Werte im Blut?
- Wird die PFAS-Belastung im Blur bei dieser und anderen Gruppen weiter ansteigen? Wenn nein, warum? Wenn ja, was muss getan werden, um die heutigen Werte zu halten und langfristig zu senken?
- Warum wurde das Design der laufenden Studie so angelegt, dass keine Vergleiche der PFAS-Belastung von verschieden Label-Produkten und Anbaumethoden angestellt werden können? Was sagen Studien, die dies untersuchen?
- Wird er im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür sorgen, dass bei künftigen Untersuchungen dazu eine statistisch erhärtete Aussage gemacht werden kann? Falls nein, warum nicht?
- Ist eine «PFAS-arme» Ernährung in der Schweiz überhaupt möglich, ohne Informationen zur PFAS-Belastung von Nahrungsmitteln? Falls ja, wie genau? Falls nein: Haben Konsument:innen ein Anrecht auf solche Informationen und was tut der Bundesrat konkret, um die dafür nötige Transparenz zu schaffen?
Quelle: Parlament.ch Curia Vista, automatisch importiert.
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